Aufbau
Leitgedanken „Medienbildung“
Als Folge der zunehmenden Vernetzung der Welt und dem verbreiteten Einzug von Informations- und Kommunikationstechnologien im Alltag sind neue kulturelle Fertigkeiten gefragt.
Lernende sollen bewusst und aktiv am Aufbau und der Erweiterung der persönlichen Medienkompetenz arbeiten. Sie sollen befähigt werden, während und vor allem nach ihrer Schulzeit ihre Medienkompetenz ständig weiterzuentwickeln und zu erweitern.
Der Begriff Medienkompetenz umschreibt die Kulturtechniken Lesen und Schreiben zeitgemäss.
Lesen heisst Verstehen und entsprechend ist es das Ziel der Medienbildung, Bilder, bewegte Bilder und Töne etc. ebenso lesen und verstehen zu können wie die traditionellen schriftlichen Texte.
Schreiben heisst Sich Mitteilen und entsprechend ist es das Ziel der Medienbildung, sich mit Bildern, bewegten Bildern und Tönen etc. ebenso mitteilen zu können wie mit der schriftlichen Spra-che.
Gemäss dieser Definition muss Medienkompetenz als eine Zielsperspektive angesehen werden. Medienkompetente Lernende finden sich in einer von Medien geprägten Gesellschaft zurecht, setzen vorhandene Medienangebote und technische Geräte effizient ein, und sie sind in der Lage, Medien unterschiedlichster Art zu erstellen und zu verbreiten. Dieses praktische Arbeiten mit Medien – sei es zur Nutzung bestehender Angebote oder zur entsprechenden Gestaltung – erfordert zunehmende Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit entsprechenden technischen Systemen (ICT), sowie Fähigkeiten, die jeweilige „Sprache“ der Medien zu verstehen und sich mit ihnen mitteilen zu können.
Die vorliegende Ergänzung zu den Lehrplänen basiert auf den Lehrplanergänzungen „ICT in der Volksschule“ der Zentralschweiz und dient als Koordinationsinstrument für die Gymnasien. Sie unterscheidet drei Kompetenzbereiche:
- wissen und können
- anwenden und gestalten
- reflektieren und handeln
Der übergreifende Kompetenzbereich Kommunikation und Zusammenarbeit integriert die drei genannten Bereiche. Wissen, Know-how und Reflexion gipfeln im kompetenten Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien u.a. zur Unterstützung der eigenen Arbeitsprozesse, zur persönlichen Weiterbildung und zur Umsetzung von Projekten.
Im Sinne des Spiralcurriculums sind Treffpunkte für die drei Kompetenzbereiche Ende 9. und 12. Schuljahr formuliert. Die Treffpunkte sind innerhalb der Schule einem Fach, Fachbereich oder Zeitgefäss zugeordnet und sind per Ende des entsprechenden Schuljahres für alle Lernenden verbindlich. Die Umsetzungsform wird im schuleigenen Lehrplan „Medienbildung“ ausgewiesen. Es wird erwartet, dass 80% der Lernziele erreicht werden.
Fokussierend auf die Kernbereiche, decken die Standards nicht die gesamte Breite der Medienbildung ab. Sie stellen eine Herausforderung für die Lernenden und die Lehrenden dar, sind aber mit realistischem Aufwand erreichbar. Ein
Glossar im Anhang sichert die Verständlichkeit der benutzten Abkürzungen.